Die Bagage. Roman von Monika Helfer – Wird auf 2021 verschoben

Die Geschichte spielt im 1. Weltkrieg in einem Vorarlberger Bergdorf. Josef und Maria Moosbrugger sind ärmliche Leute und leben mit ihren Kindern, verrufen als Bagage, am Ortsrand. Dennoch umgibt sie eine besondere Aura. Denn Maria ist eine Schönheit und Josef ein kluger, selbstbeherrschter Mann. Diese Konstellation verschafft ihnen eine Sonderstellung und gefährdet sie gleichermaßen. Was sich aus dieser Ausgangssituation entspinnt, als Josef zum Kriegsdienst einrücken muss und seine Familie der Obhut des Bürgermeisters anvertraut, darüber erzählt uns Monika Helfer. Und schreibt sich dabei auch eine Interpretation ihrer eigenen Familiengeschichte von der Seele. So geht es letztlich auch um die Frage, wie wir alle mit ungelösten Fragen aus unserer eigenen und früheren Familiengeschichte umgehen und mit unserer eigenen Wahrheit bzw. unseren Rest-Wahrnehmungen leben können.

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Die Bagage
Roman von Monika Helfer
Carl Hanser Verlag, 2020

 

Lesekreis-Termin wird auf 2021 verschoben!

Ein fesches Dirndl

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Die Autorin Zdenka Becker beschreibt in dieser Autobiographie eine Geschichte des Ankommens. Geboren und aufgewachsen in der Slowakei, übersiedelte sie der Liebe wegen nach Österreich. Die Sprachlosigkeit der ersten Zeit traf die junge Frau unvermutet und hart. Beeindruckend beschreibt sie, wie daraus Unsicherheit und auch Heimatlosigeit erwächst. Scharfsinnig beobachtet sie in diesem Kontext auch die gesellschaftlichen Bruchlinien in ihrer neuen Heimat.
Längst ist Zdenka Becker in der deutschen Sprache angekommen, arbeitet als Autorin und Übersetzerin. Außerdem unterrichtet sie Deutsch als Fremdsprache und hilft somit anderen, in die Sprache zu kommen, vor allem geflüchteten Menschen. Einige dieser Schicksale webt sie in ihre eigene Biografie ein. Und stellt somit erneut die Frage: Wie lange dauert es, bis ein sicherer Hafen in Sicht ist, bis man landet?

Ein aktuelles Buch.

Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war. Roman von Paulus Hochgatterer, 2017

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Paulus Hochgatterer erzählt uns eine Geschichte, wie sie sich zu Kriegsende 1945 am Hofe einer Mostviertler Bauernfamilie zugetragen haben könnte. Als Kinderpsychiater interessiert sich der Autor besonders für die Ausdrucksmöglichkeiten traumatisierter kindlicher Opfer. Und so wird diese Geschichte aus der Sicht von Nelli, einem 13jährigen Mädchen, erzählt, dessen Familie wahrscheinlich bei einem Bombenangriff getötet worden ist. Hochgatterer nimmt sich die Freiheit, in dieser spannenden Erzählung über verschiedene gefährliche Konfrontationen, wie es sie in diesen Kriegstagen wohl zahlreiche gegeben hat, erzählerische Freiheit walten zu lassen. Ein flüchtender Kriegsgefangener trifft auf deutsche Soldaten, ein abgeschossener Flugzeugpilot auf die aufgebrachte Bevölkerung. Hochgatterer erzählt uns die Version von Hass und Terror, bietet jedoch als Alternative eine oder gar mehrere Mutmachervarianten an. Er schreibt damit ein ungewöhnliches Plädoyer für die Phantasie und gegen die Alternativlosigkeit.

„Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ ist ein schmales Büchlein von knapp 111 Seiten und bietet dennoch sicher viel Stoff für eine angeregte Lesekreis-Diskussion!

Ich nannte ihn Krawatte, Roman von Milena Michiko Flasar, 2012

Zwei Menschen begegnen sich auf einer Parkbank, einer jung, einer alt. Es verbindet sie der Makel, nicht mehr “funktionieren“ zu können und das in einer strikt auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft. Die in St. Pölten geborene Autorin, deren Mutter Japanerin ist, siedelt den Roman im Land der aufgehenden Sonne an, wo Tod durch Überarbeitung einen eigenen Namen hat – Karoshi.
Das Buch erzählt von Freundschaft und Verrat, Liebe und Einsamkeit, Angst und Sehnsucht. In knappen Sätzen und mit viel Freude am Erzählen lockt uns Milena Michiko Flasar in eine Geschichte hinein, die zunehmend mehr über die Geheimnisse der beiden Männer preisgibt. Spannend!

PS: Milena Michiko Flasar kommt auch persönlich nach Traisen in die Bücherei.
Lesung „Herr Kato spielt Familie“ – Montag, 24. Juni, 19.00 Uhr  

 

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Der alte König in seinem Exil, Roman von Arno Geiger, 2011

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Arno Geiger erzählt von seinem Vater und dessen Alzheimererkrankung. Dabei geht er dieses für Angehörige und Pflegende so belastende Thema behutsam und leichtfüßig an. Liebevoll erzählt er von den witzigen Einfällen seines Vaters, von seinen durchaus inspirierenden Sagern und seiner Widerständigkeit gegen das unausweichlich Kommende.
Wenn Realitäten so verschwimmen, dass der Fernsehsprecher dem Vater persönlich im Wohnzimmer anwesend scheint, mutet es surreal an. Wie geht man damit um, wo ist die Grenze zwischen Lachen und Weinen? Dieses Buch schreibt an gegen die Verzweiflung und das mit viel Sinn für Komik und Sprache.

Der Trafikant, Roman von Robert Seethaler, 2012

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Robert Seethaler schreibt leichtfüßig und sympathisch über den 17jährigen Franz Huchel, der im Jahre 1937 aus der Provinz nach Wien zieht, um in einer Trafik zu arbeiten. Sein berühmtester Kunde dort wird Dr. Sigmund Freud. Zwischen dem zunehmend gebrechlichen Psychiater und dem Jungen entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung, wobei er vor allem verschiedene Ratschläge und Ermutigungen in Liebesdingen zu hören bekommt. Infolge lernt Franz Anezka kennen, die ihn gleichermaßen beglückt wie verletzt.
Die Geschichte ist zur Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten angesiedelt und seine beiden älteren Freunde, Dr. Sigmund Freud und auch sein Arbeitgeber, der Trafikant Otto Trsnjek, bekommen zunehmend Schwierigkeiten. Wie verhält sich Franz in diesen folgenschweren, politischen Umbrüchen und wie verarbeitet er seine ersten großen Niederlagen mit der jungen Frau?
Das Buch, ein tragikkomischer Entwicklungsroman mit märchenhaften Zügen, verzaubert und berührt. Bald ausgelesen, legt man es nur schwer beiseite.

Jugend ohne Gott, Erzählung von Ödön von Horváth, 1937

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Ein Lehrer korrigiert die Hefte seiner Schüler, pflichtschuldig und zunehmend unzufrieden. Hin- und hergerissen zwischen den eigenen Moralvorstellungen und dem, was eine militarisierte und durch Propaganda verhetzte Jugend niederschreibt. Die Erzählung beginnt mit der Unfähigkeit des angstbesetzten Ich-Erzählers, die eigentlich nötigen Korrekturen zu setzen. Während eines paramilitärisch organisierten Schullagers, das er später beaufsichtigen muss, kommt es dann zur moralischen Katastrophe. Wäre sie zu verhindern gewesen, hätte der Lehrer rechtzeitig die Wahrheit ausgesprochen?
Die bis zuletzte spannende Suche nach dem Täter fesselt uns Lesende noch heute. Die wesentlichere Frage, warum eine Gesellschaft überhaupt einen so fahrlässigen Umgang mit der Wahrheit zulässt, macht allerdings nach wie vor ratlos.
„Jugend ohne Gott“ wurde kurz nach seinem Erscheinen im Jahre 1937 auf die faschistische „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ gesetzt und verdient – nicht nur darum – auch heute noch das Etikett „besonders lesenswert“!

Lesekreis-Moderation: Alexandra Eichenauer-Knoll

Der Lesekreis findet in der Gemeindebücherei Traisen statt.

Jugend ohne Gott, Erzählung von Ödön von Horváth, 1937
Suhrkamp BasisBibliothek 7, Taschenbuch, 208 Seiten
ISBN: 978-3-518-18807-1

Fuchserde, von Thomas Sautner, Roman 2006

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Thomas Sautner dankt am Ende dieses Buches „allen Fahrenden, deren reiche Leben, bunte Erinnerungen, stille Momente und schöne Weisheiten“ er in dem Roman Fuchserde niederschreiben durfte. Das Buch wurde 2006 ein Bestseller und machte nicht nur seinen Autor, sondern auch das fahrende Volk der Jenischen bekannter. Thomas Sautner, der u.a. im Waldviertel lebt, wo der Großteil der Handlung spielt, eröffnet uns Lesenden und Sesshaften eine Welt und eine Kultur, die nicht nur fast versunken scheint, sondern die auch bewusst verdrängt und während der NS-Diktatur massiv verfolgt worden ist. Über all das erzählt Fuchserde. Ein Buch so bewegend und spannend, dass man darüber noch gerne mit Freunden weitersprechen möchte.

Lesekreis-Moderation: Alexandra Eichenauer-Knoll

Der Lesekreis findet in der Gemeindebücherei Traisen statt.

Fuchserde, Roman von Thomas Sautner
Aufbau Verlag, Berlin, 2006
11. Auflage 2016

Die größere Hoffnung, Roman von Ilse Aichinger, 1948

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„Wer ist fremder, ihr oder ich? Der hasst, ist fremder als der gehasst wird, und die Fremdesten sind, die sich am meisten zu Hause fühlen.“ (DgH, S. 76)
Mit dem Roman „Die größere Hoffnung“ hat Ilse Aichinger bereits 1948 gegen das Vergessen der Verbrechen durch die Nationalsozialisten angeschrieben. Die Sprache, die sie dabei findet, ist poetisch, widerspenstig und kraftvoll. Die beschriebenen Szenen wirken verfremdet, angesiedelt zwischen Realität, Traum und Spiel. Die handelnden Personen sind vor allem jüdische Kinder in Wien während des Krieges, die systematisch dikriminiert werden und deren Hoffnung auf Rettung zunehmend schwindet. Was in ihnen abgesichts der Bedrohung wächst, ist 
kritischer Geist, ist Verständnis für das Leben in seiner schmerzlichen Tiefe.
„Der du mein Schöpfer bist, warum lässt du es zu? Warum erschaffst du dieses Geschlecht, das mich zerbrechen muss, um zu erkennen? Warum schaffst du es immer neu?“ (DgH, S. 255)

Lesekreis-Moderation: Alexandra Eichenauer-Knoll

Der Lesekreis findet in der Gemeindebücherei Traisen statt.

Das Mädchen mit dem Fingerhut. Roman von Michael Köhlmeier, 2016

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Der neue Roman von Michael Köhlmeier ist schnell gelesen. Auf knapp 140 Seiten erzählt er die Geschichte eines Mädchens ohne Herkunft, das sich in einer namenslosen, westeuropäischen Stadt durchschlagen muss, auf der ständigen Suche nach Essen, Wärme und Schlafgelegenheiten. Beginnend im kalten Winter begeiten wir das Kind bis in eine warme Maiennacht hinein. Gerade aufgrund der Kürze des Textes ist es möglich und sinnvoll, langsam zu lesen und sich immer wieder fühlend und schnuppernd einzulassen auf das, was uns Köhlmeier gerade als Yizas Unterschlupf zu beschreiben versucht. Der wortkarge Stil des Autors behält dabei Distanz zu allen Figuren, moralisiert nicht. Es bleibt dem Lesenden überlassen Position zu beziehen – zu den Figuren wie auch zu der Thematik, die aktuell gleichwie allgemeingültig ist.

LESEKREIS in der Gemeindebücherei Traisen
Mariazeller Straße 78, 3160 Traisen (Bibliothek im 1. Stock des Rathauses)

Donnerstag, 10. November 2016, 18.15 – 20.15 Uhr

Moderation: Mag. Alexandra Eichenauer-Knoll, MA

Das Fest des Windrads. Roman von Isabella Straub, 2015

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Die österreichische Autorin Isabella Straub zeichnet ihre Charaktere leichtfüßig und einfühlsam zugleich. Die handelnden Personen treffen zufällig aufeinander, wie das Leben eben so spielt. Besonders die Managerin Greta, die es nur infolge einer Zugpanne in die kleine Ortschaft Oed verschlagen hat, möchte so rasch wie möglich in die temporeiche Businesswelt zurück. Der Taxifahrer Jurek, einst Student der Philosophie in der nicht fernen Großstadt, sieht das Leben etwas entspannter und sehnt sich trotzdem nach trauter Zweisamkeit.
Wir begegnen Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, vieles entpuppt sich als trügerisch, beruflich wie privat. Straub´s Figuren werden aus den unterschiedlichsten Gründen ausgebremst und entwickeln ihre eigene Strategie mit dieser Realität fertig zu werden.
Das Buch ist witzig, aber nicht distanziert. Die Autorin mag ihre Figuren, sie lässt Hoffnung aufkeimen auf eine glückliche Wende, sie sucht nach Zärtlichkeiten in den einzelnen Begegnungen. Zum Schluss möchte man die Geschichten gerne weiterdenken, so sehr ist man schon zu Hause, im kleinen Oed, im Irgendwo.

LESEKREIS in der Gemeindebücherei Traisen
Mariazeller Straße 78, 3160 Traisen (Bibliothek im 1. Stock des Rathauses)
Bei Schönwetter eventuell im Generationenpark beim Rathaus

Freitag, 3. Juni 2016, 18-20 Uhr

Moderation: Mag. Alexandra Eichenauer-Knoll

Die vierzig Tage des Musa Dagh – Roman von Franz Werfel

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Franz Werfel zählte in den 1920er und 30er Jahren zu den erfolgreichsten Autoren des deutschen Sprachraums. 1930 begegnete er auf einer Reise durch Anatolien verkrüppelten und verarmten Jugendlichen und wurde so auf den Völkermord an den Armeniern (1915-17) aufmerksam. Nach akribischen Recherchen erschien 1933 der Roman ›Die vierzig Tage des Musa Dagh‹. Darin wird das Schicksal einer armenischen Familie beschrieben, die langsam ausgegrenzt und schließlich mit Waffengewalt verfolgt wird. Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand.

Werfel beschreibt diese auf historischen Begebenheiten basierende Geschichte psychologisch einfühlsam und sprachlich mitreißend. Sowohl der Prozess der Erniedrigung und Entmenschlichung von Seiten der Täter, als auch die Psychologie der Ermutigung aus einer scheinbar aussichtslosen Lage heraus wird für den Lesenden nachvollziehbar.

Der Roman wurde nach seinem Erscheinen sowohl von der armenischen Diaspora, als auch von der jüdischen Gemeinschaft hochgelobt. 1934 wurde das Werk von den Nationalsozialisten bereits verboten, 1938 emigrierte Werfel nach Frankreich und weiter in die USA. Um die Verantwortung an der geplanten Judenvernichtung zu relativieren, ist von Adolf Hitler jener denkwürdige Satz gegenüber skeptischen Offizieren überliefert: „Wer erinnert sich denn heute noch an die Massaker der Türken am armenischen Volk?“

Werfel konnte die geplante Vernichtung seines Volkes nicht erahnen und schon gar nicht verhindern. Sein Roman ist aber Teil jenes Weltgewissens, das an solche Verbrechen erinnert und auch 100 Jahre später nicht vergessen macht. Darum ist die Auseinandersetzung mit dieser schwierigen und nach wie vor aktuellen Thematik wichtig.

Lesekreis in der Gemeindebücherei Traisen

30. Oktober 2015, 18.00 – 20.00 Uhr

Moderation: Alexandra Eichenauer-Knoll

 

Wenn´s warm wird um´s Herz

Wenn´s warm wird um´s Herz
dann möchten der Mund singen
und die Ohren hören

Vier Frauen machen Stimmung im Advent!
Alexandra Eichenauer-Knoll wird besinnliche Texte (u.a. der beiden Benediktiner-mönche Anselm Grün und David Steindl-Rast) lesen und mit Atem- und Stilleübungen kombinieren. Ganz anders plant Margarete Kowall uns in das Thema zu führen: sie wird mit uns einen Blick in die Geschichte der Weihnachtszeit werfen. Dazwischen gibt es Gelegenheit zum gemeinsamen Singen mit Roswitha Gramm und –  als süßen Abschluss – wird uns Anita Zehetmayer leckere Weihnachtskekse servieren!

Dienstag, 11. Dezember 2012, 19h – Stadtbücherei Hainfeld
Keine Anmeldung erforderlich

Sunrise – eine Erzählung von Michael Köhlmeier

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Die Erzählung „Sunrise“ ist eine Novelle des berühmten österreichischen Schriftstellers Michael Köhlmeier, in welcher der Tod als Personifikation auftritt. Die kurzweilige Geschichte rückt den Tod und die wichtigsten Ereignisse im Leben, an die man sich angesichts des Todes erinnert, in den Mittelpunkt. Das Ende überrascht den Lesenden mit einer unerwarteten Wendung. Die Idee hinter „Sunrise“ stammt übrigens von Richard O’Brien, dem Erfinder der Rocky Horror Show.

Moderation: Anna Vonwald – die gebürtige Ramsauerin studiert die Unterrichts-
fächer Deutsch, Psychologie und Philosophie auf Lehramt an der Universität Wien.

Lesekreis-Beitrag:  EUR 8,-  (Für Studierende und Arbeitslose EUR 4,- )

Donnerstag, 5. Juni 2014, 19-21 Uhr
Stadtbücherei Hainfeld
Keine Anmeldung erforderlich.

Geschenkt – Roman von Daniel Glattauer

Geschenkt

Geheimnisvolle Spendenserie trifft routinierten Verlierer – Daniel Glattauer hat wieder einen Roman geschrieben und spart dabei nicht an komischen und unerwarteten Begebenheiten. Der Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, rührt dabei mit der für den Autor so typischen Leichtfüßigkeit an brisanten, aktuellen Themen.

Lesekreis am 16.04.2015 um 19.00 Uhr

Geschenkt
Roman von Daniel Glattauer
Deuticke Verlag, 2014
ISBN 978-3-552-06257-3

Ort: Stadtbücherei Hainfeld
Moderation: Anna Vonwald
Beitrag: € 8,-
keine Anmeldung erforderlich

Kaufen, lesen und dann sparen!
Bei Vorlage der SKRIBO-Hainfeld Rechnung
Lesekreis-Beitrag € 6,- statt € 8,-

Im Westen nichts Neues – Literaturverfilmung

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Am 16. Oktober besprechen wir den Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, beim Kinodienstag sehen wir uns dann die Literaturverfilmung an.

Hedda Kasser, die Programmverantwortliche des Kinodienstag Hainfeld, hat sich für die Verfilmung aus dem Jahre 1979 entschieden, weil den Zuschauerm ihrer Meinung nach diese Version „näher“ ist und Aussage und Emotionen so aktueller rüberkommen als die wesentlich berühmtere Erstverfilmung aus dem Jahr 1930 in der Regie von Lewis Milestone.

Dieser Antikriegsfilm unter der Regie von Delbert Mann wurde 1980 mit einem Golden Globe ausgezeichnet. In der Rolle des jungen Paul Bäumer ist Richard Thomas zu sehen, der erfahrene Stanislaus Katczinsky wird von Ernest Borgine gespielt.

 

 

Im Westen nichts Neues

Westen_alt         Westen

Mit der Geschichte des neunzehnjährigen Paul Bäumer, der als ahnungsloser Kriegsfreiwilliger von der Schulbank an die Front kommt, wurde Erich Maria Remarque 1929 schlagartig berühmt. Unter den Nationalsozialisten war das Buch verpönt, wurde sogar verbrannt – seine Wirkung und Aussage ist bis in unsere Gegenwart aber ungebrochen.

Alexandra Eichenauer-Knoll, Lesekreis-Initiatorin: Ich lese gerade das Buch und bin stark in seinen Bann gezogen. Der Roman ist flott geschrieben und doch mit Beschreibungen gespickt voll, die mich sehr nachdenklich machen, die mich sehr berühren und die es zu verdauen gilt – also doch lieber langsam lesen! Ich denke an meinen Vater, der 7 Jahre im Krieg war und darüber auch nur wenig erzählen wollte, und ich denke an meinen Sohn, der bald so alt ist wie der Ich-Erzähler Paul Bäumer.

Im Lesekreis werden wir das Buch unter der Moderation von Anna Vonwlald diskutieren, beim Kinodienstag Hainfeld am 11.11. dann die Literaturverfilmung ansehen. Im neuen Hainfeld Museum wird mit historischen Objekten im Rahmen der von Alfred Kapfenberger gestalteten Sonderausstellung (Eröffnung 24.10.2014)  das Thema 1. Weltkrieg ebenfalls anschaulich gemacht.

Beitrag für Moderation: EUR 8,- (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Mit ganzem Herzen dankbar sein.

Kurs mit 10 Abendeinheiten über den Meditationsklassiker »Fülle und Nichts« des gebürtigen Österreichers und Benediktinermönches David Steindl-Rast. ISBN: 978-3-451-05653-6

Spirituelle Texte zu lesen schenkt Trost, Einsicht und Inspiration – für den Yoga-Übungsweg wie auch für unseren Alltag. Wir besprechen Textstellen oder Kernaussagen und lassen diese Aspekte dann in das praktische Üben bzw. unser eigenes Empfinden einfließen. Denn die persönliche Erfahrung ermöglicht und vertieft das Verstehen. Geübt werden einzelne Asana sowie Flows, Pranayama und Meditation.

Kursbeitrag: Eur 100,- für 10 Einheiten mit 90 Minuten, für Fortgeschrittene

Lesenachmittag für Kinder im Advent

Wir holen die schönsten Weihnachtsbücher aus den Regalen der Bücherei, besprechen die Zeichnungen, lesen Geschichten vor – oder lassen die Kinder lesen. Und wir reden über Weihnachten und das, worauf wir uns freuen.

Die Vermessung der Welt (der Film)

Die Vermessung der Welt ist ein bildgewaltiges Kinoabenteuer
über einen Naturforscher und einen Mathematiker. Zwei Leben verbinden
sich zu einer Geschichte über Leidenschaft, Einsamkeit, Liebe und Fortschritt.

Nach einem der ungewöhnlichsten historischen Romane der letzten Jahre
entsteht ein ungewöhnlicher historischer Kinofilm. Romanautor Daniel Kehlmann
schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Regisseur Detlev Buck. Die Vergangenheit
wird durch die 3-D-Technik zur Gegenwart. Physisch, direkt und unpathetisch
werden die starken Szenen und komischen Helden der Romanvorlage lebendig.
Sławomir Idziak („Harry Potter und der Orden des Phönix“, „Black Hawk Down“)
übernahm die Bildgestaltung.

Die zehn Lebensempfehlungen des Yoga (Kurs)

Spirituelle Texte zu lesen schenkt Trost, Einsicht und Inspiration – für den Yoga-Übungsweg wie auch für unseren Alltag. Wir besprechen Textstellen oder Kernaussagen und lassen diese Aspekte dann in das praktische Üben bzw. unser eigenes Empfinden einfließen. Denn die persönliche Erfahrung ermöglicht und vertieft das Verstehen. Geübt werden einzelne Asana sowie Flows, Pranayama und Meditation.

Kurs mit 10 Abendeinheiten über die Yamas und Niyamas aus den Yogasutren

Literatur dazu:

Die zehn Lebensempfehlungen des Yoga. Bewusst leben mit den Yamas und Nijamas« von Alexander Kob

ISBN 978-3-86410-027-7

 

Kursbeitrag: Eur 100,- für 10 Einheiten mit 90 Minuten, für Fortgeschrittene