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Lesekreis Gemeindebücherei Traisen, 6.3.2020:
Ein fesches Dirndl, Roman von Zdenka Becker, 2019
Moderation: Alexandra Eichenauer-Knoll

Besonders angeregt diskutierten wir am 6.3. in der Gemeindebücherei Traisen über das Buch „Ein fesches Dirndl“ von Zdenka Becker. Es ist ein guter Lesestoff, um Themen wie Ankommen in der Sprache, Heimweh und Identitätsfindung zu besprechen. Und so wurden aus einer wieder viele Geschichten. Ein Quiz mit tschechischen Vokabeln sorgte für Abwechslung und macht den Teilnehmer/innen bewusst, wie schwer es ein kann, auf Druck Wörter mit einer schwierigen Sprachmelodie zu pauken. Bibliotheksleiterin Andrea Gröbl servierte zur Erholung vegetarische Grammel-Pogatscherl, die mit großem Genuss verspeist wurden. Auch diese Speise wird, wie so manches Vokabel, länder- und grenzübergreifend variiert.

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Lesekreis, 22.11.2019: „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“
Roman von Paulus Hochgatterer, 2017

Viele Fragen wurden diesmal in der Eingangsrunde in den Lesekreis eingebracht: welche Version ist die richtige (der Autor spielt ja mit verschiedenen Möglichkeiten, wie die Geschichte verlaufen kann), der Text berühre nicht, woher kommt das Mädchen, woher der Künstler, was ist mit dem Bild? Ich habe versucht, die Herkunft des Mädchens mit verschiedenen Textstellen zu beleuchten und zu hinterfragen. Was mich aber viel mehr interessierte, war dann infolge aufzuzeigen, wie die Figuren mit den oft unerträglichen Situationen Ende des 2. Weltkrieges fertig werden. Vor allem Nelli, das Mädchen träumt sich weg in schöne, phantastische Welten. Als Schlüssel zu den verschiedenen Handlungsversionen besprachen wir dann das im Werk vorkommenden Kunstwerk: Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc. Typisch für den Expressionismus ist die Überlagerung verschiedener Motive. Das erinnert an die gleichzeitig möglichen Handlungsstränge des Buches. Nicht alle Lesekreisteilnehmerinnen wollten diese Erklärung hinnehmen, der rote Faden gibt Sicherheit, und so entstanden ganz eigene Interpretationen der Geschichte. Die suprematistische Kunst als abstrakte, reine Form wiederum bietet sich als Spiegelung für den moralischen Anspruch des Buches an. Wie kann man in einer politisch schwierigen Situation ein Mensch bleiben? Der Satz: Schämen Sie sich nicht, bringt es auf den Punkt. Auch diesmal gab es wieder ein Spiel, dabei wurde in Zweiergruppen eifrig auch Dr. Google zu Rate gezogen, ging es doch dabei um Fragen zu den Kunstrichtungen Suprematismus und Expressionismus. Eine vergnügliche Unterbrechunng zu der oft bedrückenden Schwere des Textes.

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Lesekreis, 29.3.2019: „Ich nannte ihn Krawatte“ von Milena Michiko Flasar

Die Handlung dieses Buches ist in Japan angesiedelt und Probleme wie jene der Hikikomoris (junge Leute, die nicht mehr aus ihrem Zimmer gehen) oder Tod durch Überarbeitung kennen wir glücklicherweise (eher) nicht. Dass sie uns trotzdem nahegehen können, liegt an dem spannenden Text der jungen Autorin M.M. Flasar. Dennoch: gerade dieser Lesekreis hat wieder bewiesen, dass im gemeinsamen Darüber-reden auch bei uns Lebenserinnerungen wieder an die Oberfläche tauchen. Auch wir kennen Erfahrungen von Funktionieren-müssen oder unangenehme Fälle von Diskriminierung. Erfreulich trotzdem der Weg zurück aus der Isolation ins Du, der in diesem Buch in vielen kleinen Schritten sehr einfühlsam beschrieben wird. Auch diesmal gab es wieder ein Spiel, wo in Zweiergruppen einige japanische Begriffe im Kontext von Zitaten aus dem Text erraten werden sollten. Mit dem Spiel verfliegt der Ernst – und das tut gut! Dieser Lesekreis war übrigens schon eine gute Vorbereitung auf eine Lesung der Autorin im Juni. Denn Milena Michiko Flasar kommt am 24.6.2019 persönlich in die Bücherei Traisen.

(im Bild v.l.n.r.: Renate Höfler, Sabine Tobias, Gabi Latour, Alexandra Eichenauer-Knoll, Andrea Gröbl, Judith Thoma, Anne Maier, Foto: Witzmann)

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Lesekreis, 23.11.2018: „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger

Arno Geiger schreibt in diesem Buch über die Alzheimer Erkrankung seines Vaters. Ein sehr persönliches Buch. Auch im Lesekreis standen – mehr noch wie sonst – die eigenen Erfahrungen mit Krankheit und Verlust, Pflege und Begleitung von Familienmitgliedern im Zentrum der Aufmerksamkeit. Darum gab es auch genug Zeit für Austausch in Zweiergruppen. Als Ausgangsbasis dafür dienten Zitate aus dem Buch – wo fühle ich mich mitgenommen, welche Sätze berühren mich? Gegen Ende stand nochmals die Frage im Raum: Was bleibt, wenn die Erinnerung zerrinnt? Es bleibt die Liebe, die respektvolle Zuneigung über alle scheinbaren Grenzen hinweg, die uns das irdische Dasein zur Aufgabe macht. Darin waren wir uns einig.

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Lesekreis, 6.4.2018: „Der Trafikant“ von Robert Seethaler.

In rascher Folge wechselte man zwischen dem Lesen von ausgewählten Textpassagen und den persönlichen Anmerkungen der Teilnehmenden. Auch diesmal sorgte ein extra von Alexandra Eichenauer-Knoll für den Abend erfundenes Spiel für große Begeisterung. Auf einem Wiener Stadtplan sollten die Kleingruppen die Personen zu den richtigen Orten der Handlung zuordnen ud die Kärtchen in kleine Legohäuschen stecken. So kann man spielerisch viele Personen in kurzer Zeit ins Gedächtnis rufen.

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Lesekreis 26.1.2018: Jugend ohne Gott von Ödön von Horvath

Am 26.1. wurde im Lesekreis Traisen „Jugend ohne Gott“, der erfolgreichste Roman von Ödön von Horvath, diskutiert. Die Moderatorin Alexandra Eichenauer-Knoll versuchte möglichst abwechslungsreich den Stoff zu beleuchten. In einem Wissensquiz konnten die Teilnehmerinnen paarweise und spielerisch Inhalte auffrischen, während die gemeinsam gelesenen Textstellen das bereits Gelesene vertieften. Besonders dem Ringen nach Wahrheit und der befreienden Wirkung der Wahrheit wurde dabei viel Zeit gewidmet.

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Lesekreise in Traisen, ohne viele Worte ein paar liebe Erinnerungsfotos…

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Lesekreis DIE VERMESSUNG DER WELT (von Daniel Kehlmann, 2005)

Am 24. Oktober 2013 fand der erste Lesekreis unter der Leitung bzw. Moderation von Anna Vonwald statt. Die gebürtige Ramsauerin, die in Wien Lehramt Germanistik und Psychologie studiert, hatte sich für diesen Abend gut vorbereitet. Wir hinterfragten die Romanbiografien im Vergleich zu den realen Ereignissen, diskutierten über zeitlose Themen, wie Generationenkonfikte und das Schicksal von außergewöhnlichen bzw. hochbegabten Menschen. Uhd wir sprachen auch ganz offen über das, was uns nicht so gefallen hatte.

Es war ein guter Anfang und wir hoffen, dass an der nächsten Diskussion noch etwas mehr Leute teilnehmen werden – der BLASMUSIKPOP von Vea Kaiser verspricht ja viel Diskussionsstoff und ist überdies ein wesentlich amusanteres Buch!

DieModeratorin

dierRunde

belustigt

Kasser

nachdenklich

 

Lesekreis DIE WAND (von Marlen Haushofer, 1963)

Im März dieses Jahres fand der erste Lesekreis-Hainfeld mit Frau Dr. Erika Schuster statt. Diskutiert wurde über »Die Wand« von Marlen Haushofer. Resummierend war man sich einig: es sollte öfters Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch über Literatur bei uns geben.

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Unter dem Motto Wenn´s warm wird um´s Herz dann möchten der Mund singen und die Ohren hören luden 6 Frauen am 11.12.2012 zu einem Abend in die Stadtbücherei ein. Alexandra Eichenauer-Knoll las besinnliche Texte der beiden Benediktinermönche Anselm Grün und David Steindl-Rast, Margarete Kowall erzählte uns Weihnachtserinnerungen von Zeitzeugen, die sie interviewt hatte und zwischendurch gab es Gelegenheit zum Singen mit Roswitha Gramm. Der süße Abschluss: Anita Zehetmayer spendete leckere Weihnachtskekse und Andrea Kargl von der Buchhandlung Skribo einen duftenden Punsch. Büchereileiterin Heidemarie Schildbeck freute sich über so viele unternehmungslustige Gäste.

Adventlesung

 

Am 13.12.2012 gab es einen Lesenachmittag im Advent für Kinder ab 3 Jahren in der Stadtbücherei.

Motto: Über Weihnachten lesen – über Weihnachten reden – sich auf Weihnachten freuen.
Wir holen die schönsten Weihnachtsbücher aus den Regalen der Bücherei!

 

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